"Die Situation ist ganz einfach"

Mixed Zone mit Davy Klaassen

Davy Klaassen wird nach seiner Gelbsperre am Samstag wieder zurückkehren (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 14.05.2019 // 14:06 Uhr

Von Lukas Kober

Der SV Werder geht in das Saisonfinale der Bundesliga als klarer Underdog. Die beiden besser positionierten Vereine aus Wolfsburg und Hoffenheim müssen in ihren Partien Punkte liegen lassen, damit die Grün-Weißen noch eine Chance haben, um ihr Ziel vom internationalen Gechäft zu erreichen. Kompliziert? Nicht für Davy Klaassen. Der Werderaner, der nach seiner Gelbsperre gegen RB Leipzig wieder eine Option für Cheftrainer Florian Kohfeldt ist, empfindet die Situation als „ganz einfach" und stellt eine einfache Leitlinie auf: „Wir müssen unser Match gewinnen. Das ist es."

Klaassen weiß, wie es sich anfühlt die Europa League zu erreichen und sie auch erfolgreich zu bestreiten. „Es ist einfach wunderschön in Europa zu spielen. Das kann einer Mannschaft und einem Verein so viel helfen“, weiß der Mittelfeldstratege. Mit seinen Ex-Klubs Ajax Amsterdam und FC Everton konnte der 26-Jährige schon Erfahrung auf europäischer Bühne sammeln. Mit den Niederländern erreichte Klaassen bereits das Finale der Europa League, in dem er sich gegen Manchester United geschlagen geben musste. Allerdings ist es bis dahin noch ein weiter Weg.

Zunächst steht für den SVW das Heimspiel gegen RB Leipzig am Samstag um 15.30 Uhr (ab 15.15 Uhr im betway Live-Ticker) bevor. Die Gäste werden nur wenige Tage später im DFB-Pokal-Finale gegen den FC Bayern München spielen. Ob das ein Vorteil für die Grün-Weißen sei, glaubt Klaassen nicht. „Sie werden voll motiviert sein. Es wäre ein großer Fehler sie zu unterschätzen und zu denken, dass sie keinen Druck machen würden“, warnt er. Um den letzten Bundesliga-Spieltag erfolgreich zu gestalten verlässt sich die Mannschaft ein weiteres Mal auf die volle Unterstützung der Fans: „Die Zuschauer werden wieder eine ganz wichtige Rolle einnehmen und uns am Wochenende auf ein höheres Level heben – das haben sie schon die ganze Saison gemacht“, schwärmt Klaassen.

Sollte gegebenenfalls die Europa League am Samstag nicht erreicht werden, wäre das kein Rückschritt in der Entwicklung des Vereins. Natürlich sei Klaassen dann „enttäuscht“, doch „die Gesamtsituation für die kommende Saison ist viel besser, als noch zu Beginn der jetzigen“, erklärt Werders Nummer 30 und fügt an: „Die Stimmung für das nächste Jahr wird viel besser sein. Das wissen alle Menschen im Verein und auch in der Stadt.“