Herbstzeit = Langlaufzeit

Mit der Raute auf der Brust stellten sich Werders Langläufer auf den Bremer Domtreppen auf
Leichtathletik
Montag, 15.10.2018 // 12:22 Uhr

Olaf Kelterborn

Bei tollen Wetterbedingungen gingen Werders Langstrecken-Asse Anfang Oktober in Bremen, Österreich und der Ukraine an den Start. Heraus kamen neben jeder Menge Bestzeiten auch viele tolle Eindrücke und unvergessliche Erlebnisse.

Zum insgesamt 14. Mal wurde in der Bremer Innenstadt der swb Marathon gestartet. Für die Läuferinnen und Läufer in grün und weiß war es da natürlich eine Selbstverständlichkeit auf den verschiedenen Strecken ebenfalls viele Athleten an den Start zu schicken. Alleine aus dem Laufteam A, der leistungsstärksten Werder-Laufgruppe, finishten drei Athleten den Marathon und fünf den Halbmarathon. Mit der schnellsten Marathonzeit kam Jürgen Eberhard ins Ziel vor dem historischen Bremer Rathaus. Der M50 Athlet benötigte lediglich 3:12:29 und reihte sich damit auf Rang 14 seiner Altersklasse ein. Im Ziel blickte er gleich schon mal auf 2019 voraus: „Im nächsten Jahr würde ich gerne die 3-Stunden Schallmauer in Bremen knacken, das wäre ne ganz tolle Sache.“

Mit neuen persönlichen Bestzeiten kamen Mehmet Ünal und Giacomo d’Antonio ins Ziel. Mehmet Ünal belohnte sich mit 3:50:15 für eine sehr kontrollierte Renneinteilung und landete auf Rang 51 der Altersklasse M45. Giacomo d’Antonio folgte nur wenige Minuten später als 47. der AK M35. Auch er blieb in 3:54:39 noch unter der „magischen“ 4-Stunden Marke.

Tjalf Hoyer (links verdeckt) und Detlev Gajeufsky liefen tolle Halbmarathonzeiten

Im Halbmarathon gab es noch deutlich mehr tolle Leistungen zu bestaunen, denn auf dieser Strecke gingen die meisten Werder-Athletinnen und Athleten an den Start. Auf dem abwechslungsreichen Kurs durch Schwachhausen, Findorff, die Überseestadt, entlang an der Schlachte und zurück am Osterdeich zeigten ganz besonders Tjalf Hoyer und Detlev Gajeufsky was in ihnen steckt. In 1:35:41 hatte Hoyer letzten Endes als 30. Der M40 knapp die Nase vorn vor Gajeufsky, der 1:35:55 lief und damit 26. der AK M50 wurde. Beide Werderaner waren im Anschluss äußerst zufrieden mit ihren Zeiten: „Das war ein super Formtest für den anstehenden Frankfurt Marathon“, so Gajeufsky. Als dritter männlicher Läufer des A-Teams überzeugte Lukas Martschin, der nach 1:37:51 in der Bremer Innenstadt ankam und auf Rang 72 der Männerwertung landete.

Ein besonderes Ziel hatte Sema Brauer. Die Langstreckenläuferin bereitet sich derzeit auf den New York Marathon vor und wollte in Bremen gerne im Halbmarathon unter 1:45:00 bleiben. Dazu nutzte sie die Hilfe ihrer Trainerin Birte Bernhardt, die sich gerne bereit erklärte sie zu einer solchen Zeit zu begleiten. Das gelang perfekt, denn Brauer kam in 1:43:45 als 4. der Alterklasse W50 ins Ziel.

Neben den bereits erwähnten Athleten gingen auch noch andere Laufteam Sportler in grün-weiß an den Start, z.B. Uwe Waldhaus (1:38:02 / 43. M35), Marc Strauß (1:44:56 / 86. M40), Kristin Fricke (1:49:44 / 16. W40), Tim Baumann (1:51:29 / 141. M40), Hagen Steinbock (2:03:10 / 43. M60), Michael Lueßen (1:56:42 / 198. M50) und Aurélie Le Fort-Beunink (2:08:17 / 78. W40). Persönliche Bestzeiten erzielten zudem Jens-Stefan Losch in 1:34:48 als 31. der M45 und Christopher Mikeska in 1:40:08 als 64. der M35. Über 10 Kilometer kam Sportabzeichen-Trainerin Antje Fichtner nach 56:56 min als 14. der Altersklasse W50 ins Ziel.  

Einfach nur glücklich war Kerstin Schulze nach der Tour de Tirol

Ganz woanders, in Österreich, absolvierte derweil Kerstin Schulze das, wie sie selbst hinterher sagte, „härteste Rennen meines ganzen Lebens“. Es war die Tour de Tirol, die einem Läufer an drei aufeinander folgenden Tagen absolute Höchstleistungen abverlangte. Kerstin Schulze bereitete sich mit zahlreichen Marathonläufen seit Juli auf dieses Event vor und wurde letzten Endes belohnt, denn sie kam ins Ziel. Aber worum geht es bei der Tour de Tirol genau: am ersten der drei Wettkampftage steht ein 10 km langer Straßenlauf auf dem Programm, bei dem insgesamt 300 Höhenmeter zu absolvieren sind. „Das ist eigentlich für alle Aktiven machbar“, so Schulze. „Richtig hart wird es ab dem zweiten Tag.“ Dieser hatte es in der Tat in sich, denn es steht ein Marathon, genannt „Königsmarathon“, an. Dieser 42,195 km lange Lauf führt einen auf insgesamt 2.300 Höhenmeter, was eine große Herausforderung für jeden Läufer darstellte. Wer aber nun glaubt man hätte es schon geschafft, der sieht sich getäuscht, denn auf der dritten Etappe muss erst noch ein 23 Kilometer-Lauf gemeistert werden. Dieser Traillauf mit 1.300 Höhenmetern bildet den Abschluss der Tour de Tirol. Kerstin Schulze kam in jedem Lauf ins Ziel und präsentierte im Ziel ihre Medaille, auf die sie zurecht mehr als stolz sein kann.

Thomas Adick finishte den Marathon in Kiew

Einen Marathon mit Erlebnisfaktor hatte sich Thomas Adick vorgenommen. Er startete in der Ukraine, genauer gesagt in Kiew. Auf der anspruchsvollen Strecke, die mal sehr hügelig und mal sehr windig war, saugte er alle Eindrücke an der Strecke auf uns genoss es sichtlich an DJ’s und Militärorchestern vorbeizulaufen. „Es herrschte einen super Stimmung in der Stadt, alle Aktiven wurden super freundlich empfangen und angefeuert. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht.“ Für den Zieleinlauf hatte sich Adick dann auch etwas ganz Besonderes ausgedacht: er ließ es sich nicht nehmen einen Werder Fahne um den Hals zu binden und damit förmlich durchs Ziel zu „fliegen“.

 

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