"Rakete" bald noch besser

Milot Rashica ist fast wieder bei 100 Prozent
Die Offensiv-Rakete der Grün-Weißen: Milot Rashica (Foto: Heidmann).
Profis
Freitag, 08.11.2019 / 15:57 Uhr

Von Philipp Burde

Schnell, schneller, Rashica: Werders Stürmer hat am vergangenen Wochenende gegen die Freiburger Hintermannschaft einmal mehr nicht nur seine Geschwindigkeit, sondern seine kompletten Qualitäten im grün-weißen Angriffsspiel unter Beweis gestellt. Seit seinem Senkrechtstart in der letzten Rückrunde ist Werders "Rakete" aus dem Team von Cheftrainer Florian Kohfeldt nicht mehr wegzudenken. Und laut Coach jetzt auch endlich wieder nahezu hundertprozentig fit.

Knapp zwei Jahre sind es nun schon, in denen sich Milot Rashica das grün-weiße Trikot überstreift. Im Frühjahr 2018 war der Flügelflitzer von Vitesse Arnheim an die Weser gewechselt und hatte anfangs mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. Mittlerweile steht Rashica aber voll im Saft und hat sich unlängst in der Bundesliga etabliert. Mit vier Toren aus den letzten vier Spielen hat der Kosovare einmal mehr bewiesen, wie wichtig er für Werders Offensive ist. Da kommt auch Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz vor dem Gladbach-Spiel nicht ums Schwärmen herum: „Er hat eine enorme Bedeutung für die Mannschaft.“ Dabei vergisst der Werder-Trainer nicht, wie schwer es war, sich diesen Ruf zu verdienen. Hinter Rashicas Entwicklung stecken Stunden harte Arbeit, die wie seine Tore „nicht einfach vom Himmel fallen".

Wenn Milot Rashica loslegt, war er zuletzt kaum noch einzufangen (Foto: nordphoto).

Bemerkenswert ist, dass Kohfeldt bei der Aufzählung Rashicas Qualitäten nicht etwa seine Abschlüsse aus der zweiten Reihe oder sein „Spielverständnis“ an oberste Stelle stellt, sondern seinen Teamgedanken vor dem gegnerischen Gehäuse: „Ihm ist egal, ob er das Tor schießt oder seinen Nebenmann bedient. Das macht ihn so gefährlich.“

Mit sechs Torbeteiligungen führt Werders Nummer sieben nicht nur die interne Scorerliste an, sondern beweist im Rückblick auf die zurückliegenden Spiele eine unglaubliche Verlässlichkeit. Und das, obwohl sich der Angreifer nach seiner Verletzung noch nicht mal bei hundert Prozent befand: „In Gladbach kann ich ihn das erste Mal ins Spiel schicken, ohne im Hinterkopf den Gedanken zu haben, ihn aus Schutz auswechseln zu müssen.“

Wenn ein fast fitter Rashica also schon trifft wie am Fließband, dann dürfen die Werder-Fans gespannt sein, wie sich der 23-Jährige auf höchstem Fitness-Niveau gegen den Tabellenersten präsentieren wird.

 

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